Das war der TöchterTag 2004

Grosser Erfolg...
Technik-Rallye
Wir waren dabei!

diestandard berichtet:
Neue Lebens- und Berufsrealitäten
Zuckerl: No Kids to sell!
Barbara traut es sich zu...
Einen Tag lang Journalistin sein

Zuckerl: No Kids to sell!

Am Töchtertag war vor allem das große Engagement von Josef Wallner im Bezirk Deutschlandsberg herausragend.

Der Töchtertag hatte Premiere im steirischen Umland - in circa 230 Betrieben des Bezirks Deutschlandsberg durften an die 350 Mädchen ihren Eltern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Und was ganz wichtig war, auch kräftig mitarbeiten!

Bereits im Pressegespräch im Rathaus zeigte Bürgermeister Josef Wallner intensives Interesse an der Jugend und deren Zukunft. Er und die Stadtgemeinde seien sehr offen für die 'jüngere Generation' und deren Ausbildung. So passe das Projekt von Mafalda, der einzigen Mädcheninitiative in der Steiermark, das im übrigen vom Wirtschaftsressort des Landes Steiermark finanziert wird, sehr gut in das Konzept des Oberhauptes der Bezirkshauptstadt. Verwirklichung der Frauen als Anliegen Weitere Anliegen seien dem Bürgermeister die Verwirklichung der Frau in einer von Männern dominierten Berufswelt. Und es gelte, den Mädchen die Scheu vor technischen Berufen zu nehmen! Dass sich ein Erfolg (Mädchen in die Technik) nicht von heute auf morgen einstellen kann und wird, scheint ihm aber klar. Allerdings ist er positiv davon überzeugt, dass dieser Töchtertag bei den Mädchen, die mitgewirkt haben, einen großen Eindruck hinterlassen hat.

Mit sozialem Engagement zu schmücken, scheint mittlerweile sogar der einfältigste Global Player zu verstanden zu haben. IKEA weigert sich zwar ein internationales Gütesiegel, das Kinderarbeitsfreie Produkte gewährleistet, zu unterzeichnen, seine Kooperation mit der UNICEF scheint hingegen in so gut wie jeder Broschüre auf. Kids sell!

Geh, macht's ihr das!
Diese Tendenz passt gut in eine Zeit, in der sich der Staat zunehmend aus seiner sozialen Verantwortung stiehlt. Er schiebt wichtige Aufgaben an Private ab, in dem er zumeist Frauen unbezahlte Versorgungstätigkeiten leisten lässt oder der Wirtschaft das "Abschreiben" von "Sozialengagement" erleichtert.

Gerade in solchen Zeiten sind Menschen wie Josef Wallner gefragt. Nicht um Lücken zu stopfen, sondern mit reflektiertem Engagement die Wirtschaft, die Politik und die Eltern nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen. Für dieses Engagement und diesen Einsatz verdient diesmal Josef Wallner ein diestandard-Zuckerl, weil er dieses Projekt jederzeit wiederholen würde!!!

Regina Treichler/Elke Murlasits, diestandard, 8.6.2004